{"id":3412,"date":"2026-08-25T17:35:08","date_gmt":"2026-08-25T15:35:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.eva-schaefers.de\/?p=3412"},"modified":"2026-08-25T17:35:09","modified_gmt":"2026-08-25T15:35:09","slug":"dave-eggers-2-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.eva-schaefers.de\/index.php\/2026\/08\/25\/dave-eggers-2-2\/","title":{"rendered":"Satire"},"content":{"rendered":"\n[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;section&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][et_pb_row admin_label=&#8220;row&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; custom_padding=&#8220;0px|||||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>Fritz J. Raddatz<\/strong><\/span><em><\/em><\/p>\n<p><em><\/em><\/p>\n<p><em>Diese vermaledeite\u00a0 <\/em><em>Miese-Fritzig-Keit<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vor 95 Jahren wurde der Kritiker, Essayist und Schriftsteller Fritz J. Raddatz geboren, am 3.September 1931. Mit Anfang 20 schon wurde er Lektor des Ostberliner Verlags Volk und Welt. Nach seiner \u00dcbersiedlung nach Westdeutschland wurde er Cheflektor beim Rowohlt Verlag. Von 1977 bis 1985 leitete er das Feuilleton der ZEIT. Danach arbeitete er als freier Kritiker und Publizist. \u00dcber seine Hausg\u00f6tter Heinrich Heine und Kurt Tucholsky hat er Biografien geschrieben. Unvergesslich auch nach seinem Tod im Jahr 2015 bleiben seine scharfz\u00fcngigen und selbstironischen Tageb\u00fccher.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Eva Sch\u00e4fers hat sich in sie vertieft und versucht, einige Notate in seinem Geiste fortzuschreiben. <\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Sagen Namen etwas \u00fcber uns aus? Oder ist es andersherum so, dass wir versuchen, uns unseren Namen anzugleichen?<\/em><\/p>\n<p><em>Fritz Raddatz, ein Peitschenknall im Vornamen, gefolgt von einem Trommelfeuer des Hausnamens, eingeleitet von einem katarrhtischen rollenden R, das zweimalige Tz in Vor- und Nachname scharf z\u00fcngelnd. <\/em><\/p>\n<p><em>Fritz, der Scharfrichter, hat Grass den streitbaren Kritiker mal genannt. Raddatz, der scharf austeilen konnte, war dar\u00fcber ziemlich beleidigt. Auch mit Grass hatte sich Raddatz irgendwann auf Dauer entzweit, nach Jahren einer immer schwierigen Freundschaft.<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>von Eva Sch\u00e4fers<\/strong><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Nizza, The Golden Park, den 26.Juni 2026<\/em><\/p>\n<p>Wir h\u00f6ren die Eisverk\u00e4ufer von der <em>Promenade des Anglais<\/em>, die Autos hupen, Marktverk\u00e4ufer schreien sich fr\u00f6hliche Unversch\u00e4mtheiten zu, aber hier in unserem \u2013 fast luxuri\u00f6sen \u2013 Apartment schweigt das Fax, es schweigt das Telefon. Auch Gerd* schweigt, aber das ist so ungew\u00f6hnlich nicht.<\/p>\n<p>Hatte man mich gestern noch, im Tone gr\u00f6\u00dfter Dringlichkeit gebeten, einen Essay \u00fcber Kempi** fertigzustellen, er m\u00fcsse heute sp\u00e4testens, allersp\u00e4testens, in Druck, so macht sich heute NIEMAND die M\u00fche, den Erhalt des &#8211; selbstredend mit gr\u00f6\u00dfter mir noch m\u00f6glichen Sorgfalt geschriebenen &#8211; Manuskriptes wenigstens zu quittieren. Als ich nun gezwungenerma\u00dfen selbst zum H\u00f6rer greife, antwortet mir die Sekret\u00e4rin recht schnippisch, eben der Redakteur sei an dem Tag in den Urlaub gefahren. Den Namen seines Stellvertreters hatte ich noch nie geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00a0Den Champagner und die wei\u00dfen Lilien mir zur Belohnung f\u00fcr den fertigen Artikel muss ich mir nun wohl selbst besorgen m\u00fcssen. Dazu wom\u00f6glich noch Krokantpralinen f\u00fcr Gerd, der manche Launen dieses immer verdrie\u00dflicher werdenden alten Zausels ertragen muss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eben gerade kam Inge*** hereingeschneit, ohne Blumen, ohne Champagner, aber federnd, wirbelig, charmant wie eh und je. Wei\u00dfer Satinanzug mit passenden Pumps. Aber: kaum hatte sie ihr Glas Bordeaux geleert, musste sie schon fort, zu einer irgendeiner eleganten Soir\u00e9e, auf die ich selbstredend NICHT geladen war. Eine neue Mode, FJR <em>nicht<\/em> einzuladen. Wenigsten h\u00e4tte man doch gern die M\u00f6glichkeit gehabt, absagen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>27.Juni<\/p>\n<p>Meine vermaledeite Miese-Fritzig-Keit geht mir beinahe selbst auf die Nerven<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>29.Juni<\/p>\n<p>Telefonierte heute mit dem aufgekratzten Freund Kempi, der gerade den letzten Rest Kuchen verspeiste, den ihm der Redakteur N.N. auf sein Gehei\u00df gestern zum Interview mitgebracht hatte. Kempi verlangt immer Kuchen von seinen Besuchern.<\/p>\n<p>Schilderte ihm \u2013 der noch kaute, ohne sich daf\u00fcr zu entschuldigen \u2013 das n\u00e4chtliche Telefonat mit Hochhuth. Wie immer ohne <em>Guten Abend<\/em>, ohne <em>St\u00f6re ich<\/em> in meinen stillen Bordeaux-Abend geplatzt. Der sich vor Zorn \u00fcber wortbr\u00fcchige Redakteure und unzuverl\u00e4ssige Lektoren gar nicht mehr z\u00e4hmen lie\u00df. Wie kann ich ihm nur verst\u00e4ndlich machen, dass er mit seinem sch\u00e4umenden Kl\u00e4ffertum alle vor den Eierkopf st\u00f6\u00dft, fragte ich ihn.<\/p>\n<p>Kempi kaute, kicherte, schwieg und sagte dann schlie\u00dflich: <em>Ja, das sind so Sachen<\/em>&#8230;<\/p>\n<p><em>F\u00fcr diese Nullinger-Replik hast du aber lange gebraucht<\/em>, versetzte ich scharf. Kempi lachte, aber etwas verkniffen. Eingeschnappt? Der kleine Telefon-Splitter wird sicher f\u00fcr sein Tagebuch aufgespie\u00dft, wie ich das ja auch mit ihm mache. Wie wir uns seit Jahren so be\u00e4ugen und mit boshaft-liebensw\u00fcrdigen Notaten gegenseitig f\u00fcr die Nachwelt festhalten, entbehrt nicht der Komik.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kampen, Sylt, den 1.Juli<\/p>\n<p>Die Deutschen \u2013 egal ob auf Sylt, in Hamburg oder M\u00fcnchen \u2013 sehen entweder aus, als br\u00e4chen sie gleich auf zu einer alpinen Wanderung oder als k\u00e4men sie direkt aus der Turnhalle. Selbst in der Stadt tragen sie h\u00e4ssliche schwarze Nylonrucks\u00e4cke und darunter sogenannte Funktionsjacken. Was f\u00fcr eine Funktion eigentlich? Wenn sie dann noch kurze Kniehosen tragen, sehen sie aus wie beflissene Schuljungen. Als Kontrastprogramm im Sommer beigefarbene wattierte Rentner-Westen, und darunter lugen bunt karierte Hemden mit halbem Arm hervor \u2013 was mich schaudern l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Mit meinen leichten Leinenjacketts \u00fcber wei\u00dfem Hemd mit dezenten silbern-perlmuttenen Manschettenkn\u00f6pfen komme ich mir vor wie ein Au\u00dferirdischer.<\/p>\n<p>Und wer zieht sich heute eigentlich noch f\u00fcr das Abendessen um? Selbst Gerd mosert dar\u00fcber manchmal. Pr\u00e4tenti\u00f6s findet er das. Zumal wir ja keinen Butler haben, der die Speisen auftr\u00e4gt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2.Juli<\/p>\n<p>Warum nur hat das FAZ-Feuilleton den Michael-Althen-Preis neu ausgerichtet? Schien mir eigentlich doch bew\u00e4hrt. Den ziemlich bekannten Filmkritiker Althen habe ich nie kennen gelernt. Komisch eigentlich, wo ich doch immer \u00fcberall war, bei Premierenfeiern, Vernissagen, Empf\u00e4ngen \u2013 ubiquit\u00e4r fast wie Genscher zu Lebzeiten, dem man nachsagte, dass er sich auf seinen Vielfl\u00fcgen auch schon mal selbst begegnet ist. Oder war das kein Wortwitz, sondern ein Cartoon?<\/p>\n<p>Jetzt darf der Aspirant auf den \u2013 na ja, eher mickrig dotierten &#8211;\u00a0 Preis nicht mehr eine schon geschriebene Kritik des vergangenen Jahres\u00a0 einreichen. <em>Recte<\/em>: Er soll eine GROSSE Frage beantworten.<\/p>\n<p>Diesmal hei\u00dft sie: <em>Gibt es nationale Unterschiede in den K\u00fcnsten?<\/em><\/p>\n<p>Meine Antwort w\u00fcrde monosyllabisch ausfallen: JA!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>9.Juli<\/p>\n<p>Seit Tagen schw\u00e4rmt mir Gerd von einer ARTE-Krimi-Serie vor. Ja, ja, ein bisschen kitschig sei sie schon. Aber so viele Bilder vom Meer, von Booten und dem glitzernden Sonnengeflimmer auf dem blauen Wasser, wie bei dem &#8211; nun gerade verstorbenen \u2013 Pool-Maler Hockney. Und der sch\u00f6ne Henrik, Ex-Mann von Nora Linde, der Staatsanw\u00e4ltin!<\/p>\n<p>Mir ist es ein R\u00e4tsel, wieso so viele freiwillig so viele Stunden vor der Glotze verplempern, aber der Schwede machte mich doch neugierig.<\/p>\n<p>Fazit: K\u00f6nnte vom Aussehen auch ein Wikinger sein. Ja, attraktiv ist er mit seinen scharf geschnittenen Gesichtsz\u00fcgen und dem blonden Haar. Oft l\u00e4chelt er aasig \u2013 sagte man das nicht weiland \u00fcber den Schauspieler Gr\u00fcndgens? Spielt ein Filou, dieser Henrik, der gern seinen muskul\u00f6sen Oberk\u00f6rper vorf\u00fchrt \u2013 wenn er nicht gerade seinen \u00a0Chirurgenkittel tr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Ist er auch eins, privat? Fr\u00fcher h\u00e4tte ich das brennend gern herausfinden wollen und auch Wege dazu gefunden. Das Feuer ist noch da, aber: das Haupt ist aschen, der Bauch nicht dick, aber eingefallen und faltig: ein gebrestiger und missmutiger Greis blickt mir aus dem \u2013 leider nicht blinden &#8211; Spiegel entgegen. Abflauender Bocksgesang. Und da ist ein wehes Ziehen in der Brust. <em>Nevermore, nevermore<\/em>, kr\u00e4chzte der Rabe bei Poe.<\/p>\n<p>Und ich kann mich noch nicht mal bei Gerd beklagen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>15.Juli<\/p>\n<p>Wie es der Teufel will\u2026 vor zwei Tagen rief der \u00fcberaus freundliche Redakteur der ZEIT mal wieder an. Druckste etwas herum &#8211; und diesmal ohne Schmeichelei \u00e0 la \u201eNur Sie k\u00f6nnen das, verehrter Herr Raddatz \u2026\u201c. <em>Fernsehen ist ja eigentlich nicht ihr Metier<\/em>, hub er an. Aber wir wollten mal etwas bringen \u00fcber eine sehr erfolgreiche schwedische Serie, <em>Mord im Mittsommer<\/em>. <em>Sehr gute Einschaltquoten meine ich mit erfolgreich. Alles Hochglanz. Vielleicht \u00e4hnlich wie Das Traumschiff \u2013 die Serie kenne ich allerdings auch nicht. <\/em>Pause<em>. K\u00f6nnten Sie sich vorstellen, mal \u00fcber den Erfolg nachzudenken und uns dann eine \u2013 na, sagen wir mal \u2013 Glosse oder so was zu schreiben? <\/em><\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde nun gerne h\u00fcsteln, aber da ist gerade kein H\u00fcstler im Hals. <em>Das kommt auf Ihr Angebot an<\/em>, sage ich schlie\u00dflich, auf das Schlimmste gefasst. Darauf er: <em>Wir haben<\/em> <em>eigentlich kein Geld f\u00fcr\u2026 <\/em><\/p>\n<p><em>Keine Geld habe ich selber<\/em>, blaffe ich und lege auf.<\/p>\n<p>Ob der Jungspund wohl wei\u00df, dass ich mal\u00a0 Feuilleton-Chef der ZEIT war, <em>recte<\/em> von 1977 bis 85? Immerhin acht Jahre!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hamburg, 26.Juli<\/p>\n<p>Gr\u00e4ulich und greulich verhangen ist der Himmel, es nieselt auf diese verhuschte norddeutsche Art, und dann bricht auf einmal die Sonne durch. <em>Man wei\u00df gar nicht, ob man gut oder schlecht gelaunt sein soll<\/em>, sagte Gerd beim Fr\u00fchst\u00fcck. Er ist witzig, ohne sich daf\u00fcr anstrengen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Sagte ich Fr\u00fchst\u00fcck? Ich brauchte so lange im Bad \u2013 mit Einsalben, Rasieren, K\u00e4mmen, Frottieren, Lackieren \u2013 dass Gerd schon den mitt\u00e4glichen Lunch auftischen wollte.<\/p>\n<p>F\u00fcr meine Griesgr\u00e4migkeit brauche ich das Hamburger Wetter nicht, mitnichten. Anrufe bei Redaktionen reichen schon.<\/p>\n<p>Schlug gestern dem mir eigentlich wohlgesonnenen Redakteur N.N. den von mir gesch\u00e4tzten Autor \u2026 zur Besprechung vor. Er dazu: <em>Sicher. Eigentlich eine gute Idee. Nur \u2026 niemand kenne den \u00fcberhaupt noch.<\/em><\/p>\n<p><em>Eben<\/em>, sage ich darauf. <em>Deswegen schlage ich ihn ja vor.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir sind die Yoghurts des gefr\u00e4\u00dfigen Kulturbetriebs. Wo liegt eigentlich mein Verfallsdatum? Wer verlangt heute noch nach meinen Studien zu Heine und Tucholsky? Von diesen Notaten ganz zu schweigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gerhard Bruns-Raddatz, der langj\u00e4hrige Lebenspartner von Fritz J. Raddatz<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>**Inge Feltrinelli, deutsche Fotografin und Verlegerin, 1930 -2018<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>***Walter Kempowski, Schriftsteller, 1929- 2007<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Fritz J. Raddatz: Tageb\u00fccher. 1982 \u2013 2001. Rowohlt Verlag 2010<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ders.: Tageb\u00fccher. 2002 \u2013 2012. Rowohlt Verlag 2015<\/strong><\/p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fritz J. Raddatz Diese vermaledeite\u00a0 Miese-Fritzig-Keit &nbsp; Vor 95 Jahren wurde der Kritiker, Essayist und Schriftsteller Fritz J. Raddatz geboren, am 3.September 1931. Mit Anfang 20 schon wurde er Lektor des Ostberliner Verlags Volk und Welt. Nach seiner \u00dcbersiedlung nach Westdeutschland wurde er Cheflektor beim Rowohlt Verlag. 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