Ein melancholisch-komisches Roadmovie. Im Roman Valentinstag schickt der Autor seinen stoischen Helden Frank Bascombe mit seinem totkranken Sohn quer durch die USA und durch den skurrilen Alltag zwischen Malls und Motels

 … Nur auf einer vordergründigen Ebene geht es um die Krankheit, die eine ohnehin schwierige Vater-Sohn-Beziehung noch komplizierter macht. Im Grunde geht es um nichts weniger als um alles. Franks Einschlaflektüre ist Heideggers Mammutwerk „Sein und Zeit“. Wie kann ich mich in einer existentiellen Situation richtig verhalten, wenn vieles in deinem Leben eine falsche Richtung eingeschlagen hat? Fragt sich Frank. Und auch: Wie verbringe ich die mir noch verbleibende Zeit, wenn das Ende – mein eigenes oder eines geliebten Menschen – absehbar ist? Was ist dann überhaupt noch wichtig? Und was ist überhaupt Glück? Es ist die Abwesenheit von Unglück, bilanziert er einmal. So wenig erwartet er noch vom Leben. Näher kann man der Wahrheit nicht kommen. Wenn es denn überhaupt eine Wahrheit gibt.

Roman. Aus dem Englischen von Frank Heibert. Hanser Berlin 2023.