- Colin Barrett: Wilde Häuser. Roman
Barrett hat den Plot gespickt mit Bildern des Sehens, Hörens und Riechens, die die Phantasie des Lesers befeuern: beispielsweise das ominöse „Luftfoliengeknister von Reifen, die langsam über Kies rollen“. Oder der blasse Teint des entführten Jungen Doll, der an frisch gemolkene, bläulich schimmernde Milch erinnert. Oder der mineralische Geruch der Luft nach einem Regenguss. Die Bilder und Vergleiche sind nicht ornamental schmückendes Beiwerk, sondern
sie haben eine wichtige Funktion – sie unterstützen die Gefühle bei der Lektüre: Mitgefühl, Spannung, Angst. Daher hat Barrett jegliche Romantik in seiner Natur ausgelöscht. Mit einer schillernden Benzinlache auf dem Wasser vergleicht er das irisierende schwarzblaue Gefieder einer Krähe.
Die Zeit, demnächst!